Wenn im Oktober die ersten kühlen Nächte kommen, verlangt das Bett als Erstes nach einer Veränderung. Das Bett in Schichten zu gestalten ist der einfachste Weg, das Schlafzimmer an den Herbst anzupassen: Statt direkt vom Laken zur dicken Bettdecke zu wechseln, kommen leichte Teile hinzu, die man je nach Nacht auflegt oder abnimmt. Im Süden Spaniens, wo der Oktober noch Nachmittage mit 25 Grad und Morgenstunden mit 12 Grad bringt, ist dieses System fast eine Notwendigkeit.
Ein schön bezogenes Bett verwandelt außerdem das ganze Schlafzimmer. Gewaschene Baumwolle, Leinen, Waffelpiqué und Wolle bringen Struktur und Wärme, ohne zu überladen, und eine Palette aus gebrochenem Weiß, Sand und einem erdigen Akzent genügt, damit der Raum Ruhe ausstrahlt. So bezieht man ein Bett im mediterranen Stil: natürlich, ein wenig lässig und sehr einladend.
Wir zeigen Ihnen Schicht für Schicht, was Sie wählen und wie Sie es kombinieren, mit Ideen aus echten Häusern und Stücken aus unserem Shop.

In diesem Artikel
So holen Sie sich den Look
Das Foto oben stammt aus einem Haus im Maresme: ein Kopfteil aus Leinen, leicht zerknitterte weiße Bettwäsche und gestreifte und gemusterte Kissen in Senftönen. So gelingt der Look:





1. Die Basis: Bettwäsche je nach Jahreszeit
Alles beginnt mit dem Laken, denn es berührt die Haut. Im Herbst muss die Baumwolle nicht in den Schrank: Es genügt, einen etwas dichteren Stoff mit mehr Griff zu wählen. Gewaschene Baumwolle ist die große Verbündete eines natürlichen Bettes, denn sie kommt mit diesem entspannten Look aus der Waschmaschine, der kein Bügeln braucht. Perkal ist kühl und matt, Satin weicher mit leichtem Glanz, und Flanell ist die Wahl für wirklich kalte Nächte.
Ein praktischer Tipp: Halten Sie zwei Garnituren pro Bett bereit und wechseln Sie eine helle mit einer in Erdton oder sanftem Grün ab. So verändern Sie die Stimmung im Schlafzimmer mit jeder Wäsche, ohne etwas dazuzukaufen.
Welcher Stoff passt




2. Die Füllung: Bettdecke und Füllgewicht
Die Bettdecke ist die wärmende Schicht, und der häufigste Fehler ist, eine zu dicke zu kaufen. An der Küste reicht eine Übergangsdecke (etwa 200-250 g/m² Faserfüllung) für den größten Teil des Herbstes, den Rest übernehmen Plaids. Wer nachts schnell schwitzt, profitiert von temperaturregulierenden Füllungen.
Daunen sind bei gleicher Wärme leichter und atmungsaktiver als Fasern und halten viele Jahre, wenn man sie ab und zu in der Sonne lüftet. Unabhängig von der Füllung bestimmt der Bettbezug den Stil: in uni und aus Naturstoffen wirkt das Bett größer und ruhiger.
| Zeitraum | Faser | Daune |
|---|---|---|
| September-Oktober | 150-250 g/m² | Sommer oder leicht |
| November-Februar (Küste) | 250-350 g/m² | Übergang |
| Kühle Häuser oder Inland | 350-400 g/m² | Winter oder Vier-Jahreszeiten |



So holen Sie sich den Look
Weißes und graues Leinen, eine Waffeldecke und ein einziges unifarbenes Kissen: ein Bett in Schichten in seiner einfachsten Form.




3. Die mittlere Schicht: Tagesdecke
Zwischen Laken und Bettdecke oder darüber liegt das vielseitigste Herbststück: die Tagesdecke. Eine Baumwoll-Tagesdecke oder eine Decke in Waffelpiqué wird in milden Nächten am Fußende gefaltet und ausgebreitet, sobald es kühler wird. So ist das Bett immer gemacht und schön angezogen, auch wenn Sie die Bettdecke nicht brauchen.
Für einen ordentlichen Look die Tagesdecke dreifach falten und auf das untere Drittel des Bettes legen, oder ganz ausbreiten und das obere Ende unter die Kopfkissen stecken. Waben-, Piqué- oder Jacquard-Oberflächen in Weiß bringen Struktur, ohne Farbe hinzuzufügen.
Kernidee: Bei einem Bett in Schichten muss sich jedes Teil abnehmen lassen, ohne dass das Bett unordentlich wirkt. Funktioniert eine Schicht nur ausgebreitet, ist sie keine Schicht, sondern nur eine weitere Bettdecke.
4. Plaids am Fußende
Das Plaid ist die herbstlichste Geste von allen und die, die man zuerst bemerkt. Ein Plaid aus Wolle oder dicker Baumwolle, am Fußende gefaltet oder diagonal über eine Ecke gelegt, bringt sofort Wärme und ist perfekt für das Sonntagsschläfchen. Wählen Sie markante Strukturen (Fischgrät, Strick, Fransen) und Farben, die sich leicht von der Bettwäsche abheben: Anthrazit auf Weiß, Terrakotta auf Sand, Grün auf Ecru.
Wenn der Schrank knapp ist, bewahren Sie Plaids in einem Korb aus Naturfasern neben dem Bett auf: So sind sie griffbereit und bringen Struktur in den Raum. Weitere Ideen finden Sie in unserem Artikel über Herbsttextilien.



So holen Sie sich den Look
In einem anderen Schlafzimmer desselben Hauses liegt der Reiz im Mix aus Fransen- und Musterkissen und dem dunklen Plaid auf einem altrosa Laken.





5. Kissen: wie viele und wie anordnen
Kissen sind das i-Tüpfelchen, nicht der Star. Ein mit Kissen überladenes Bett wirkt schwer, und jeden Abend steht ein kleiner Umzug an. Die Formel, die am besten funktioniert, ist einfach: zwei Kopfkissen hinten, zwei große Dekokissen davor und höchstens ein kleines oder rechteckiges Kissen in der Mitte.
Die Formel 2 + 2 + 1
- Hinten: die Kopfkissen mit Bezügen im Ton des Lakens.
- In der Mitte: zwei Kissen mit 50 × 50 oder 60 × 60 cm aus Leinen oder uni Baumwolle.
- Vorne: ein Kissen mit Muster, Streifen oder Fransen als Farbakzent.
- Für Betten ab 180 cm: das mittlere Paar verdoppeln und nur ein Akzentkissen beibehalten.
Mischen Sie immer Strukturen (Leinen, dicke Baumwolle, ein Stoff mit Relief) und nicht mehr als drei Farben. Alle Modelle finden Sie in unserer Kissen-Kollektion.
6. Die Farben des Herbstes im Bett
Eine helle Basis (gebrochenes Weiß, Ecru oder Sand) reflektiert das Licht am besten und lässt das Schlafzimmer größer wirken. Darauf zeigt sich der Herbst in den Akzenten: ein gedämpftes Terrakotta, ein Olivgrün, ein sanftes Senfgelb oder ein warmes Grau im Plaid und in ein oder zwei Kissen.
7. Bettbank, Teppich und Licht
Ein Bett in Schichten braucht einen Platz für das, was man abnimmt: Eine Bettbank oder ein Hocker am Fußende ist perfekt für Tagesdecke und Kissen in der Nacht. Ein Teppich aus Naturfasern, der an den Seiten mindestens 50 cm übersteht, empfängt nackte Füße an kalten Morgen, und eine Nachttischleuchte mit Stoffschirm spendet das warme Licht, das diese Jahreszeit verlangt.
Um das Schlafzimmer zu vervollständigen, finden Sie weitere Ideen in unseren Artikeln über Nachttische, Kopfteile und das Hotelschlafzimmer zu Hause.



So holen Sie sich den Look
In diesem Haus in Málaga wird das weiße Bett mit zwei Kissen in Terrakotta, einem Naturfaserteppich am Fußende und passenden Nachttischleuchten gewärmt.






Kurze Checkliste für das Herbstbett
- Bettwäsche aus gewaschener Baumwolle, Satin oder Flanell, je nachdem wie kühl Ihr Zuhause ist.
- Eine Übergangsdecke (200-250 g/m²) und ein uni Bettbezug.
- Tagesdecke oder Waffeldecke am Fußende gefaltet.
- Ein strukturiertes Plaid für die kältesten Nächte.
- Kissen nach der Formel 2 + 2 + 1, höchstens drei Farben.
- Bank am Fußende, Naturfaserteppich und warmes Licht.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge liegen die Schichten beim Bettenmachen?
Von unten nach oben: Spannbettlaken, Bettlaken (falls verwendet), Bettdecke mit Bezug, Tagesdecke und Plaid am Fußende. Am Kopfteil zuerst die Kopfkissen, dann die Dekokissen.
Wann wechselt man von Sommer- auf Winterbettwäsche?
An der Küste meist Ende Oktober oder im November. Mit dem Schichtsystem gibt es kein festes Datum: Zuerst kommt die Tagesdecke, dann das Plaid und zuletzt die wärmere Bettdecke.
Wie oft sollte man Bettwäsche waschen?
Laken und Kissenbezüge jede Woche. Den Bettbezug alle ein bis zwei Wochen, Bettdecke und Plaids ein- bis zweimal pro Saison laut Pflegeetikett.
Bei Pino & Jacaranda glauben wir, dass das Schlafzimmer der persönlichste Rückzugsort im Haus ist und dass ein schön bezogenes Bett mit natürlichen Materialien und ohne Überfluss die einfachste Art ist, sich jeden Tag etwas Gutes zu tun.
Denn Herbstnächte genießt man am besten unter Schichten aus Baumwolle, Leinen und Wolle.
