Tisch und Küche

Geschirr für jeden Tag: So wählen Sie Teller, Servierplatten und Gläser, die lange halten

Materialien, Stückzahl, Farben und Pflege – damit Sie beim Alltagsgeschirr und beim Geschirr für Gäste die richtige Wahl treffen.

Geschirr auszuwählen scheint einfach, bis man sich daranmacht: Steingut oder Porzellan, weiß oder gemustert, komplettes Set oder Einzelteile, wie viele Teller man wirklich braucht … Dabei gehört es zu den Anschaffungen, die man am meisten bemerkt, denn wir benutzen es dreimal am Tag und es ist immer sichtbar, auf dem Tisch oder im Schrank.

In den Häusern des Südens ist der Tisch eher ein Treffpunkt als ein Möbelstück: lange Frühstücke, Mittagessen, die sich bis in den Nachmittag ziehen, und spontane Abendessen, wenn jemand vorbeikommt. Deshalb lohnt sich robustes Geschirr, das mühelos schön aussieht und sich über die Jahre ergänzen lässt. Ein guter Ausgangspunkt im mediterranen Stil sind natürliche Materialien – Steinzeug, Keramik, glasierter Ton – und eine Palette aus Weiß, sanftem Grün und Blau.

In diesem Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wie Sie es auswählen, wie viele Teile Sie brauchen und wie Sie Kollektionen kombinieren, ohne dass der Tisch durcheinander wirkt.

Gekalktes Esszimmer mit Holzbalken, hellem Holztisch, Stühlen aus Holz und Seil und einem grünen Steinzeugkrug auf einem Teller
Foto: Nuevo Estilo

So holen Sie sich den Look

Auf dem Foto oben ein Strandhaus auf Sardinien: heller Holztisch, Stühle aus Holz und Seil und ein einzelner Steinzeugkrug auf einem Teller. So holen Sie sich diesen Look nach Hause:

1. Steingut, Porzellan, Steinzeug oder Keramik: welches Material?

Das Material entscheidet, wie lange das Geschirr hält und wie es mit der Zeit aussieht. Für den Alltag zählt, dass es spülmaschinenfest ist und Stöße verträgt; für besondere Anlässe darf es auch etwas Zarteres sein.

Im Zweifel sind Steinzeug und hochwertiges Steingut die dankbarsten Optionen: Sie sind widerstandsfähig, haben diesen warmen, handgemachten Look und fast alle Kollektionen gibt es auch als Einzelteile.

Die Materialien auf einen Blick

  • Steingut: das klassische Geschirr; leicht, günstig und leicht nachzukaufen. Achten Sie auf eine gute Glasur, damit nichts abplatzt.
  • Porzellan: fein, weiß und bei guter Qualität sehr robust. Ideal für alle, die elegantes Geschirr fürs Leben möchten.
  • Steinzeug: dicker und schwerer, mit matten oder gesprenkelten Oberflächen. Hält den Alltag und den Backofen sehr gut aus.
  • Handbemalte Keramik: jedes Stück ist ein Unikat; perfekt für Servierplatten, Salatschüsseln und kleine Teller.
  • Melamin: unzerbrechlich: der beste Begleiter für Terrasse, Pool oder Boot.
Heller Holztisch mit weißen Steinzeugtellern und -schalen, Keramikvase und gestreifter Serviette
Foto: Mélyna Côté

So holen Sie sich den Look

Weiße Teller und Schalen, eine Keramikvase und helles Holz: die ruhigste Formel für jeden Tag.

2. Wie viele Teile Sie wirklich brauchen

Die nützlichste Regel: zwei Gedecke mehr als Personen im Haushalt, für Bruch oder spontane Gäste. Für eine vierköpfige Familie reichen meist sechs Gedecke; wer oft Gäste hat, plant acht bis zwölf.

Die Kollektionen von La Cartuja de Sevilla gibt es als komplette Sets mit 42 und 56 Teilen und auch einzeln (Tassen, Schalen, Teller), sodass Sie mit dem Wichtigsten beginnen und nach und nach ergänzen können. Wenn Sie auch das Esszimmer einrichten, hilft Ihnen unser Ratgeber zur Wahl des Esstisches nach Personenzahl.

Die Rechnung, die sich lohnt

3 TellerPro Person: flach, tief und Dessert. Alles andere ist optional.
+2Zusätzliche Gedecke über die Personen im Haushalt hinaus.
2-3 PlattenEine ovale, eine tiefe und eine Auflaufform decken fast alles ab.
8-12 GläserGläser gehen eher kaputt als Teller: kaufen Sie mehr.

Wichtig: Messen Sie vor dem Kauf Schrank und Spülmaschine aus. Ein flacher Teller über 28 cm sieht toll aus, passt aber nicht immer hinein.

3. Weiß, gemustert oder gemischt

Weißes Geschirr ist die perfekte Basis: Es passt zu jeder Tischdecke, lässt das Essen wirken und lässt sich problemlos ergänzen. Gemustertes Geschirr wie das klassische Steingut aus Sevilla bringt Charakter und passt wunderbar zu ländlichen Tischen.

Der Trick beim Kombinieren: eine Hauptkollektion wählen und sie mit schlichten Teilen in einer Farbe ergänzen, die im Muster vorkommt. Ein weißer flacher Teller mit einem blau gemusterten Dessertteller darauf ergibt schon einen Tisch mit Absicht. Weitere Ideen finden Sie in So decken Sie den Tisch im Herbst.

Rustikaler Holztisch im Freien mit weißen Tellern, Leinenservietten und Stühlen aus Holz und Geflecht
Foto: Clay Banks

So holen Sie sich den Look

Weiße Teller auf Massivholz, Leinenservietten und Holzstühle: So holen Sie sich diesen Tisch im Freien.

4. Servierplatten und -schalen

Servierplatten fallen Gästen am meisten auf – und hier können Sie am meisten mit Farben und Formen spielen. Eine Keramikplatte in Fisch- oder Muschelform macht aus einem einfachen Ofenfisch den Mittelpunkt des Tisches.

Praktisch ist alles, was vom Ofen direkt auf den Tisch kann: weniger Abwasch, und das Essen bleibt länger warm.

TeilRichtmaßWofür
Ovale Platte30-40 cmFleisch, Fisch und Braten
Tiefe Schale oder Salatschüssel25-30 cmSalate, Pasta und Eintöpfe
Auflaufform30 × 20 cmGratins, Gemüse und Desserts
Kleine Teller12-20 cmOliven, Käse und Wurst

5. Gläser, Stielgläser und Krüge

Für den Alltag dicke, stapelbare Wassergläser; für lange Essen ein Wasser- und ein Weinglas pro Person. Farbiges Glas – grün, bernsteinfarben oder blau – bewirkt viel, ohne dass Sie das Geschirr wechseln müssen.

Ein schöner Wasserkrug ist ein weiteres Teil, das täglich benutzt wird und den Tisch verwandelt: aus Glas, klar oder mit Relief, oder aus Keramik passend zu den Tellern.

Tisch mit grüner Tischdecke mit Pflanzenmuster, gelbem Geschirr, Rattan-Platztellern und grünen Gläsern
Foto: Hola Living

So holen Sie sich den Look

Botanische Tischdecke, Rattan-Platzteller, grüne Gläser und Krug und ein Hauch Gelb: ein fröhlicher Tisch für das ganze Jahr.

6. Das Besteck – das Detail, das man in der Hand hält

Es ist das Einzige auf dem Tisch, das man die ganze Zeit in der Hand hält – prüfen Sie also das Gewicht vor dem Kauf. Edelstahl 18/10 ist am widerstandsfähigsten und bekommt in der Spülmaschine keine Flecken.

Zu schlichtem Geschirr passt Besteck mit klaren Linien oder mattem Finish, zu gemustertem eher Vintage-Modelle. In unserem Shop finden Sie viele Bestecke von Comas, auch als Sets zum Ergänzen. Und wenn Sie Ihr Esszimmer erneuern, lesen Sie auch So wählen Sie Esszimmerstühle.

7. Pflege und Aufbewahrung

Gut gepflegtes Geschirr hält Jahrzehnte. Am wichtigsten ist es, starke Temperaturschwankungen zu vermeiden und nicht zu viele feine Teile übereinander zu stapeln. Wenn Sie es gern zeigen, ist ein offenes Regal in der Küche eine schöne Art, es zur Dekoration zu machen: Ideen finden Sie in So dekorieren Sie Regale.

Grundpflege

  • Spülmaschine: prüfen Sie, ob die Kollektion spülmaschinenfest ist, und nutzen Sie kurze Programme für handbemalte Teile.
  • Backofen und Mikrowelle: nur entsprechend gekennzeichnetes Steinzeug und Steingut; nie Teile mit Goldrand.
  • Stapeln: feine Teller mit einem Tuch oder Filz trennen, damit sie nicht verkratzen.
  • Nachkaufen: notieren Sie den Namen der Kollektion, um Einzelteile ersetzen zu können.
Bunte Keramikteller und -schalen gestapelt auf einem weißen Regal
Foto: Brooke Lark

So holen Sie sich den Look

Sichtbare Tellerstapel in verschiedenen Tönen: eine einfache Idee, die Küche mit dem eigenen Geschirr zu dekorieren.

Kurze Checkliste

  • Planen Sie Gedecke für alle im Haushalt plus zwei.
  • Wählen Sie für den Alltag ein robustes Material (Steinzeug oder gutes Steingut).
  • Nutzen Sie Weiß als Basis und ergänzen Sie eine gemusterte Kollektion.
  • Haben Sie mindestens eine Form, die vom Ofen auf den Tisch kann.
  • Kaufen Sie mehr Gläser als Teller.
  • Prüfen Sie das Gewicht des Bestecks in der Hand.
  • Kontrollieren Sie, ob alles in Schrank und Spülmaschine passt.

Häufige Fragen

Welches Geschirr ist für den Alltag am robustesten?

Steinzeug und hochwertiges Porzellan sind am widerstandsfähigsten gegen Stöße und Spülgänge. Glasiertes Steingut hält bei guter Glasur ebenfalls gut und ist leichter und einfacher nachzukaufen.

Wie viele Teile sollte Geschirr für 6 Personen haben?

Üblich sind 18 Teller (flach, tief und Dessert pro Person) plus zwei oder drei Servierplatten und eine Salatschüssel. Komplette Sets mit 42 und 56 Teilen enthalten zusätzlich Tassen und Servierteile: Prüfen Sie immer die genaue Zusammensetzung.

Kann man verschiedenes Geschirr kombinieren?

Ja, und es sieht sehr schön aus, wenn es einen roten Faden gibt: eine gemeinsame Farbe, dasselbe Material oder dieselbe Form. Am einfachsten ist eine weiße Basis mit einer gemusterten Kollektion.

Bei Pino & Jacaranda sind wir überzeugt, dass der Alltagstisch dieselbe Aufmerksamkeit verdient wie der festliche: schöne, robuste Stücke, die lange halten, sich über die Jahre ergänzen und am Ende die Geschichte des Hauses erzählen.

Denn die schönsten Erinnerungen werden am Tisch serviert.